Prüfung WPC-Decks

Prüfung WPC-Decks 2017-03-14T15:43:44+00:00

Gütesiegel WPCNatürlich wie Holz, robust wie Kunststoff. Seit einigen Jahren erobern Terrassendielen aus Holz-Polymer-Werkstoffen (englisch WPC: Wood Polymer Composites) die Gärten und Balkone. WPC besteht bis zu 80 Prozent aus Holzfasern, die mithilfe von Kunststoff wetterfest und wartungsarm gemacht werden. Damit die neuen Stars am Gartenmarkt halten, was sie versprechen, hat die Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e. V., Gießen, Prüfbestimmungen für sie entwickelt. Rund 80 Prozent der in Deutschland vertriebenen WPC-Dielen sind nach diesen Standards geprüft und tragen das Qualitätssiegel der Gemeinschaft. Damit kann dem Verbraucher ein dauerhaft sicheres und zuverlässiges Produkt angeboten werden.

Detailinformation

Über die genauen Testverfahren und Grenzwerte informieren die Qualitäts- und Prüfbestimmungen zur Produktionskontrolle von Terrassendecks aus Holz-Polymer-Werkstoffen. Derzeit gültig ist die Fassung vom 1. März 2017.

Das Wesentliche in Kürze:

Stabilität / Biegeeigenschaften

  • Punktuell muss das Material eine Belastung von mindestens 320 Kilogramm aushalten ohne zu brechen. Damit halten die Terrassendielen im Alltag auch hohen Belastungen stand.
  • Bei einem Druck von 500 Newton, das entspricht 50 Kilogramm, darf sich eine Diele maximal 2,0 Millimeter durchbiegen. Das verhindert die Bildung von Senken, in denen sich Wasser ansammeln kann.
  • Aber die Dielen müssen nicht nur dauerhaftem Druck standhalten, sondern auch ihre Stabilität bei kurz und massiv einwirkenden Kräften beweisen. Daher wurde in den Prüfablauf der Kugelfalltest mit aufgenommen, bei dem die Bruchfestigkeit über einen 1 kg schweren Bolzen gemessen wird.

Witterungsbeständigkeit bei Temperaturschwankungen

  • Dauerbelastungen durch Gewicht und hohe Temperaturen werden getestet, um die Beständigkeit gegen Hitze und kontinuierliche Gewichtsbelastung zum Beispiel durch abgestellte Gegenstände sicher zu stellen.
  • Damit die Stabilität der Terrassenbretter auch bei extremen Klimaschwankungen garantiert werden kann, erproben die Experten das Verhalten der Profile durch mehrfache Zyklen von Kaltwasserlagerung, Gefrieren und Trocknen.

Formstabilität bei Feuchteeinwirkung

  • Holz quillt bei Feuchtigkeit und schwindet bei Trockenheit. Durch den Kunststoffeinsatz ist dieser Effekt bei WPC-Terrassendielen stark minimiert.
  • Der Test: Die Profile werden fünf Stunden in kochendem Wasser gelagert und anschließend in ein Kaltwasserbad getaucht. Danach dürfen sie nicht mehr als acht Prozent Feuchtigkeit aufgenommen haben.
  • Diese Prüfung gewährleistet, dass die Planken dauerhaft in Form bleiben.

Sicherheit / Rutschfestigkeit

  • Der Belag entspricht der Rutschklasse „Sicher“ und ist bei Regen gefahrlos begehbar.

Umweltschutz und Rohmaterialeigenschaften

  • Die verwendeten Holzfasern müssen aus nachweislich nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Weitere Naturfasern dürfen Bestandteil des Produktes sein.
  • Das eingearbeitete Polymer oder Polymergemisch muss zu 100 Prozent aus frischem Kunststoff bestehen.
  • Die Dielen sind nach Gebrauch problemlos recyclebar.

Kontrolle

Nach einer Erstüberwachung durch einen externen Zertifizierer garantieren jährliche Fremdkontrollen sowie eine werkseigene Qualitätssicherung die Einhaltung der Prüfbestimmungen.